OrankeBuch live: Laura Laabs - Adlergestell

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Datum:Freitag, 27. Februar 2026Uhrzeit:19:00 UhrAdresse:
OrankeBuch Konrad-Wolf-Str. 29 13055 Berlin
Eintritt:10,00 EUR p.P.Gast:Laura Laabs

Wir freuen uns über den Besuch von Laura Laabs, die am 27. Februar 2026 ihren Roman “Adlergestell” vorstellt.

 

+++ Update +++ Die Veranstaltung ist ausverkauft! +++

 

Die Autorin

 

Laura Laabs, geboren in Ost-Berlin, ist Autorin und Regisseurin mit einem Studium der Politik- und Filmwissenschaft sowie der Filmregie an der HFF Babelsberg “Konrad Wolf”. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen dokumentarischer Genauigkeit und fiktionaler Kühnheit. Früh ausgezeichnet mit dem „Most Innovative Short Film“ beim Festival Visions-du-Réel, entwickelte sie ein vielseitiges Werk aus Kurzfilmen, Serien und Hörspielen. Als Meisterschülerin von Andreas Kleinert schärfte sie ihre Handschrift: klar, kompromisslos, nah an Figuren und Zeitgeschichte.

 

Mit dem Spielfilm „Rote Sterne überm Feld“ rückte sie jüngst in den Fokus einer breiteren Öffentlichkeit; der Film wurde beim Max Ophüls Preis mit dem Preis der Filmkritik gewürdigt und löste lebhafte Debatten aus. Parallel arbeitet Laabs als Autorin von Drehbüchern und Kurzprosa, gibt Workshops in Kooperation mit der Komischen Oper Berlin und der Deutschen Kinemathek und engagiert sich als Mitbegründerin des feministischen Filmkollektivs r.O.k.s. 

 

Ihr Romandebüt „Adlergestell“ (Tropen/Klett-Cotta, 2025) zeigt eine markante Stimme der Gegenwartsliteratur, die filmische Bildkraft mit narrativer Tiefe verbindet. Laabs stellte ihr Buch beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2025 vor.

 

Links

 

 

Das Buch

 

Wie beginnt man ein Leben am Ende der Geschichte?

Drei Mädchen vom Stadtrand, Center Shock auf der Zunge, abgerissener Mercedesstern um den Hals. Das sechsspurige Adlergestell vor der Nase. Ostberliner Kindheit um 1990.
Sie sind frei. Das wird jedenfalls behauptet. Freier als ihre Mütter, die sich verlieren in den Wirren des Umbruchs. Freier als ihre Großmütter, die noch immer verfolgt werden von den Gespenstern der Vergangenheit. Die drei Mädchen wollen ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Doch als sie merken, dass auch die neue Freiheit Grenzen hat, kommt es zum Knall.

Lenka, Chaline und die Erzählerin wachsen Tür an Tür auf, an der großen Berliner Ausfallstraße, dem Adlergestell. Beste Freunde, unzertrennlich, trotz oder wegen der völlig verschiedenen Milieus, aus denen sie kommen. Mit dem Schulanfang treten sie ein in das Chaos nach dem »Ende der Geschichte«. Das schmeckt so süß und prickelt so sauer wie die neuen Center Shocks. Doch die großen Erwartungen zerplatzen so schnell wie ihre Kaugummiblasen. Denn den Adler kümmert ihre Existenz wenig und ein Gestell gibt keinen Halt. 35 Jahre danach beginnt die Erzählerin eine Spurensuche. Warum haben sie sich verloren? Was hat ihre Vergangenheit, die ihrer Mütter und Großmütter, mit den
Verwerfungen von heute zu tun? Und hatten sie überhaupt eine Chance?
Ein furioser Nachwenderoman, der mitten in unsere Gegenwart führt.

»Laura Laabs schildert eine Gegenwart, die Anfang der 90er Jahre gerade in die Zukunft abrutscht. Und die Vergangenheit sitzt auch noch mit an der Kaffeetafel und trinkt Eierlikör. Ein Buch, das souverän durch die Zeiten spaziert.« Jenny Erpenbeck

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Weitere Veranstaltungen

OrankeBuch live: Aron Boks - Starkstromzeit

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Datum:Freitag, 8. Mai 2026Uhrzeit:19:00 UhrAdresse:
OrankeBuch Konrad-Wolf-Str. 29 13055 Berlin
Eintritt:10,00 EUR p.PGast:Aron Boks

Der Autor, Journalist und Slam Poet Aron Boks kommt am 08. Mai 2026 zu OrankeBuch und stellt sein aktuelles Buch “Starkstromzeit. Vom Leben in einem Staat, den es nicht mehr gibt” vor. Boks begibt sich mit uns auf dem Weg in eine vergangene Zeit und berichtet aus der eigenen Familiengeschichte und anhand besonderer Gegenstände über die DDR.

 

🔗🎫 Hier können Sie sich Ihren Platz bei der Veranstaltung sichern.

 

Der Autor

 

Aron Boks wurde 1997 in Wernigerode geboren und lebt als Autor, Slam Poet und Moderator in Berlin, Neukölln. Zusammen mit Jonathan Schmitz bildet er die Spoken Word Band »Das Zappelnde Tanzorchester«.

 

📻 Interview: Buch über DDR-Design: Warum der DDR-Maler Willi Sitte einen jungen Autor zu DDR-Geschichten inspiriert | MDR.DE

📻 Rezension: Aron Boks "Starkstromzeit" | MDR.DE

📼 Video: Aron Boks bei der Poetry Slam Meisterschaft 2017 (Achtung: Das ist 8 Jahre her!)

 

Im Jahr 2016 begann Aron Boks ein Studium der Germanistik, Geschichtswissenschaft und später der Publizistik an der Freien Universität Berlin. Seine Bühnenkarriere nahm im selben Jahr ihren Anfang, als er im Poetry Slam sowohl die Landesmeisterschaft in der U20-Kategorie als auch die Stadtmeisterschaft von Magdeburg gewann. Nach Tätigkeiten im Rahmen redaktioneller Workshops und bei der taz am Wochenende veröffentlichte Boks im April 2018 seine erste Erzählung. 2018 erschien auch sein autobiografisches Werk „Luft nach unten“, das sich mit dem Thema Magersucht, insbesondere bei Männern, auseinandersetzt. Dafür erhielt er ein Jahr später den Klopstock-Förderpreis für Neue Literatur.

Seit 2021 schreibt er vor allem für die taz und die taz.FUTURZWEI-Kolumne »Stimme meiner Generation«.

2023 erschien sein Buch „Nackt in die DDR“ über die Spurensuche nach seinem Urgroßonkel Willi Sitte. 

2025 erschien „Starkstromzeit“ über die Suche nach den Spuren des Lampendesigns seiner Großeltern und den Spuren der DDR in seinem Aufwachsen.

 

Das Buch

 

Was bleibt, wenn das Licht der Zukunft erlischt? Eine ungewöhnliche DDR-Geschichte über Konsum und Design

In einer alten DDR-Zeitschrift entdeckt Aron Boks eine Lampe - entworfen von seinem Großvater. Mit einem eigenen Leuchten- und Dekorationsbetrieb gehörten seine Großeltern zu den wenigen Selbständigen in der DDR. Für den privaten Verkauf entwarfen sie Lampen mit Stoffschirmen, Troddeln und Bommeln. Gleichzeitig erhielten sie staatliche Aufträge für Hotels und Ferienheime, in denen mit ihren futuristisch anmutenden Glasmodulen der Sozialismus erstrahlte.

Nach der Wende verschwinden die Leuchten - und mit ihnen die Geschichte dahinter. Aron Boks begibt sich auf Spurensuche und erzählt dabei eine persönliche, ungewöhnliche Geschichte der DDR. Es geht um Konsum und Design, Erinnern und die Frage, wie Gegenstände weiterleuchten, lange nachdem das System, das sie hervorgebracht hat, untergegangen ist.

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