Lesung mit Musik: Heike Stöhr - Der Pesthändler

Heike Stöhr liest am 24. Januar 2026 aus ihrem Werk “Der Pesthändler”. Das Buch ist bei dtv erschienen.
Die Lesung wird durch Live-Musik aus dem 16. Jahrhundert (Heike Schauer und Rocco Lehmann) begleitet.
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Das Buch
Pirna,1532: Kaum ist der Bader Valentin Arnold nach Jahren der Wanderschaft in seine von der Pest gebeutelte Heimatstadt zurückgekehrt, wird sein Bruder Conrad des zweifachen Mordes beschuldigt und in die Fronfeste gesperrt. Valentin riskiert alles, um die Unschuld seines Bruders zu beweisen. Unverhoffte Unterstützung erhält er dabei von Magdalena, der Witwe des ersten Opfers. Während die junge Frau in Pirna alles daran setzt, ihm mehr Zeit für seine Nachforschungen zu verschaffen, folgt Valentin einer Spur, die ihn nach Böhmen führt, in die junge Bergstadt Sankt Joachimsthal.
Die Autorin
Heike Stöhr wohnt in Berlin-Hohenschönhausen. Sie arbeitet als Lehrerin und schreibt in ihrer Freizeit.
In ihre Bücher packt sie das, was sie selbst an einem historischen Roman schätzt: Spannung, Abenteuer, Liebe und viele skurrile Details aus dem Alltag vergangener Zeiten in einer Handlung, die möglichst dicht an den historischen Fakten bleibt.
Die Faszination an der Geschichte ist ein starker Antrieb für ihr Schreiben - ein anderer ist die Liebe zu der Gegend, in der sie aufwuchs, und die sie geprägt hat: Pirna mit dem Elbtal und der Sächsischen Schweiz, dem Erzgebirge und Böhmen auf der anderen Seite der Grenze.
OrankeBuch live: Laura Laabs - Adlergestell

Wir freuen uns über den Besuch von Laura Laabs, die am 27. Februar 2026 ihren Roman “Adlergestell” vorstellt.
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Die Autorin
Laura Laabs, geboren in Ost-Berlin, ist Autorin und Regisseurin mit einem Studium der Politik- und Filmwissenschaft sowie der Filmregie an der HFF Babelsberg “Konrad Wolf”. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen dokumentarischer Genauigkeit und fiktionaler Kühnheit. Früh ausgezeichnet mit dem „Most Innovative Short Film“ beim Festival Visions-du-Réel, entwickelte sie ein vielseitiges Werk aus Kurzfilmen, Serien und Hörspielen. Als Meisterschülerin von Andreas Kleinert schärfte sie ihre Handschrift: klar, kompromisslos, nah an Figuren und Zeitgeschichte.
Mit dem Spielfilm „Rote Sterne überm Feld“ rückte sie jüngst in den Fokus einer breiteren Öffentlichkeit; der Film wurde beim Max Ophüls Preis mit dem Preis der Filmkritik gewürdigt und löste lebhafte Debatten aus. Parallel arbeitet Laabs als Autorin von Drehbüchern und Kurzprosa, gibt Workshops in Kooperation mit der Komischen Oper Berlin und der Deutschen Kinemathek und engagiert sich als Mitbegründerin des feministischen Filmkollektivs r.O.k.s.
Ihr Romandebüt „Adlergestell“ (Tropen/Klett-Cotta, 2025) zeigt eine markante Stimme der Gegenwartsliteratur, die filmische Bildkraft mit narrativer Tiefe verbindet. Laabs stellte ihr Buch beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2025 vor.
Links
- Von der Theke zum Literaturthron? Laura Laabs beim Bachmannpreis | ndr.de
- Roman "Adlergestell": Ein lebendiges Mosaik der Nachwendezeit | ndr.de
- Spitzentöne: Laura Laabs' Debütroman „Adlergestell“ – Mehr als Nostalgie und Abrechnung
- Laura Laabs – Wikipedia
Das Buch
Wie beginnt man ein Leben am Ende der Geschichte?
Drei Mädchen vom Stadtrand, Center Shock auf der Zunge, abgerissener Mercedesstern um den Hals. Das sechsspurige Adlergestell vor der Nase. Ostberliner Kindheit um 1990.
Sie sind frei. Das wird jedenfalls behauptet. Freier als ihre Mütter, die sich verlieren in den Wirren des Umbruchs. Freier als ihre Großmütter, die noch immer verfolgt werden von den Gespenstern der Vergangenheit. Die drei Mädchen wollen ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Doch als sie merken, dass auch die neue Freiheit Grenzen hat, kommt es zum Knall.
Lenka, Chaline und die Erzählerin wachsen Tür an Tür auf, an der großen Berliner Ausfallstraße, dem Adlergestell. Beste Freunde, unzertrennlich, trotz oder wegen der völlig verschiedenen Milieus, aus denen sie kommen. Mit dem Schulanfang treten sie ein in das Chaos nach dem »Ende der Geschichte«. Das schmeckt so süß und prickelt so sauer wie die neuen Center Shocks. Doch die großen Erwartungen zerplatzen so schnell wie ihre Kaugummiblasen. Denn den Adler kümmert ihre Existenz wenig und ein Gestell gibt keinen Halt. 35 Jahre danach beginnt die Erzählerin eine Spurensuche. Warum haben sie sich verloren? Was hat ihre Vergangenheit, die ihrer Mütter und Großmütter, mit den
Verwerfungen von heute zu tun? Und hatten sie überhaupt eine Chance?
Ein furioser Nachwenderoman, der mitten in unsere Gegenwart führt.
»Laura Laabs schildert eine Gegenwart, die Anfang der 90er Jahre gerade in die Zukunft abrutscht. Und die Vergangenheit sitzt auch noch mit an der Kaffeetafel und trinkt Eierlikör. Ein Buch, das souverän durch die Zeiten spaziert.« Jenny Erpenbeck


