OrankeBuch live: Torsten Harmsen

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Datum:Freitag, 11. September 2026Uhrzeit:19:00 UhrAdresse:
OrankeBuch Konrad-Wolf-Str. 29 13055 Berlin
Eintritt:15,00 EUR p.P.Gast:Torsten Harmsen

Torsten Harmsen liest bei OrankeBuch am 11. September 2026 aus seinem aktuellen Buch Broiler, Wimpel, Westpaket”. Der Berliner Autor, bekannt unter anderem durch Berlin brummt, bringt seine scharfsinnigen Alltagsgeschichten auf die Bühne und verspricht einen Abend voller Humor und feiner Beobachtungen.

 

Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich von Anekdoten rund um Gegenstände aus der Vergangenheit unterhalten. 

 

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Das Buch

 

Der Mensch wächst mit den Dingen, die ihn umgeben – und diese Dinge erzählen oft mehr über eine Zeit als jedes Geschichtsbuch. Sie verändern sich, verschwinden, werden ersetzt oder tauchen in neuer Gestalt wieder auf. Torsten Harmsen nimmt in seinem BuchBroiler, Wimpel, Westpaket” genau diese Alltagsgegenstände seiner Kindheit und Jugend in den Blick und macht daraus ein lebendiges, humorvolles Erinnerungsalbum eines ostdeutschen Lebens.

 

In 55 kurzen, pointierten Kapiteln spürt er den Objekten nach, die für viele Menschen im Osten prägend waren: vom Kassettenrekorder, der erste musikalische Freiheit versprach, über die Teppichklopfstange als Treffpunkt der Nachbarschaft, bis hin zu Rechenschieber, Setzkasten, Jeans, Schallplatten und der ersten Zigarette – einem kleinen Symbol jugendlicher Auflehnung. Manche dieser Dinge sind heute vollständig verschwunden, andere haben sich technisch oder kulturell weiterentwickelt, wieder andere sind zu nostalgischen Ikonen geworden.

 

Harmsen verbindet persönliche Erinnerungen mit gesellschaftlichen Beobachtungen und zeigt, wie eng Biografie und Alltagskultur miteinander verwoben sind. Seine warmherzige, oft augenzwinkernde Art macht deutlich, wie sehr uns Gegenstände prägen können – und wie sie zugleich Spiegel einer Welt im Wandel sind. So lädt das Buch dazu ein, nicht nur in die eigene Vergangenheit einzutauchen, sondern auch darüber nachzudenken, welche Dinge unser heutiges Leben einmal erzählen werden.

 

Der Autor

 

Torsten Harmsen, Jahrgang 1961, ist ein Berliner Autor und Kolumnist, der seine Beobachtungen des Alltags mit trockenem Humor und feiner Ironie verbindet. Er lernte Schriftsetzer, studierte Journalismus und arbeitet seit 1988 als Redakteur bei der Berliner Zeitung, wo er regelmäßig mit seinen Glossen und Kolumnen das Leben in der Hauptstadt kommentiert. 

 

Harmsen hat mehrere Bücher veröffentlicht, darunter Neulich in Berlin, Der Mond ist ein Berliner und Berlin brummt, eine Sammlung pointierter Geschichten aus dem Berliner Alltag. Seine Texte zeichnen sich durch warmherzige Skepsis gegenüber den Marotten der Stadtbewohner und eine genaue Beobachtungsgabe aus, die Alltagsszenen zu kleinen literarischen Miniaturen macht.

 

Er trat mit Berlin brummt bereits bei OrankeBuch (zu Gast in der Galerie 100) auf, wo er sein Publikum mit Anekdoten und scharfsinnigen Alltagsbetrachtungen unterhielt.

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OrankeBuch live: Christina Schmidt - Das Haus der Dreiseitels

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Datum:Freitag, 3. Juli 2026Uhrzeit:19:00 UhrAdresse:
OrankeBuch Konrad-Wolf-Str. 29 13055 Berlin
Eintritt:10,00 EUR p.P.Gast:Christina Schmidt

Am 03.07.2026 stellt Christina Schmidt ihr Buch "Das Haus der Dreiseitels. Eine galizische Familiengeschichte" bei einer Lesung bei OrankeBuch vor. Das Buch erzählt die bewegte Geschichte der Familie Dreiseitel von ihrer Auswanderung nach Ostgalizien bis zu Flucht. Eine Geschichte von Verlust und Neubeginn im 20. Jahrhundert. Die Autorin, die als Dramaturgin, Dokumentaristin und Schriftstellerin zwischen Berlin und Bologna lebt, gibt dabei Einblicke in ihre Recherche und ihre persönliche Spurensuche.

 

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Das Buch

 

Das Buch zeichnet die Geschichte der Familie Dreiseitel nach, die um 1800 aus Mähren nach Ostgalizien übersiedelte, dort eine Brauerei aufbaute und über Generationen Teil der deutschen Minderheit blieb, bis Umsiedlung und Vertreibung 1939 alles veränderten. Auf Basis von Gesprächen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, historischen Dokumenten und Archivmaterial rekonstruiert die Autorin das Leben mehrerer Generationen: von den frühen Jahren in Galizien über Flucht und Neubeginn in der DDR bis zu den Spuren, die diese Erfahrungen in der zweiten und dritten Generation hinterlassen haben.

 

So entsteht ein vielschichtiges Panorama europäischer Geschichte im 20. Jahrhundert – geprägt von Migration, Verlust, Aufbruch und den fortwirkenden Folgen transgenerationaler Traumata. Zugleich erzählt das Buch von einer persönlichen Spurensuche: dem Versuch, sich einem verschütteten Familienerbe, dem Schweigen und den Brüchen einer exemplarischen Biografie anzunähern. Ein eindringliches Werk über Erinnerung, Identität und die langen Schatten der Vergangenheit – für alle, die sich für Osteuropa, Flucht und Vertreibung, Familiengeschichte und Oral History interessieren.

 

Die Autorin

 

Christina Schmidt, 1963 in Erfurt geboren und in Strausberg bei Berlin aufgewachsen, studierte an der Filmhochschule Babelsberg und arbeitete zunächst in der Fernsehdramatik. Später war sie freiberuflich als Dramaturgin, Dokumentaristin und Kuratorin tätig. Als Autorin veröffentlichte sie unter anderem Viel zu viel verschwiegen (Hoho Verlag Berlin, 1996) sowie Al di là del Muro (CLUEB Verlag Bologna, 2009). Heute lebt und arbeitet sie in Berlin und Bologna.

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