OrankeBuch live: Torsten Harmsen

Torsten Harmsen liest bei OrankeBuch am 11. September 2026 aus seinem aktuellen Buch “Broiler, Wimpel, Westpaket”. Der Berliner Autor, bekannt unter anderem durch “Berlin brummt”, bringt seine scharfsinnigen Alltagsgeschichten auf die Bühne und verspricht einen Abend voller Humor und feiner Beobachtungen.
Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich von Anekdoten rund um Gegenstände aus der Vergangenheit unterhalten.
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Das Buch
Der Mensch wächst mit den Dingen, die ihn umgeben – und diese Dinge erzählen oft mehr über eine Zeit als jedes Geschichtsbuch. Sie verändern sich, verschwinden, werden ersetzt oder tauchen in neuer Gestalt wieder auf. Torsten Harmsen nimmt in seinem Buch “Broiler, Wimpel, Westpaket” genau diese Alltagsgegenstände seiner Kindheit und Jugend in den Blick und macht daraus ein lebendiges, humorvolles Erinnerungsalbum eines ostdeutschen Lebens.
In 55 kurzen, pointierten Kapiteln spürt er den Objekten nach, die für viele Menschen im Osten prägend waren: vom Kassettenrekorder, der erste musikalische Freiheit versprach, über die Teppichklopfstange als Treffpunkt der Nachbarschaft, bis hin zu Rechenschieber, Setzkasten, Jeans, Schallplatten und der ersten Zigarette – einem kleinen Symbol jugendlicher Auflehnung. Manche dieser Dinge sind heute vollständig verschwunden, andere haben sich technisch oder kulturell weiterentwickelt, wieder andere sind zu nostalgischen Ikonen geworden.
Harmsen verbindet persönliche Erinnerungen mit gesellschaftlichen Beobachtungen und zeigt, wie eng Biografie und Alltagskultur miteinander verwoben sind. Seine warmherzige, oft augenzwinkernde Art macht deutlich, wie sehr uns Gegenstände prägen können – und wie sie zugleich Spiegel einer Welt im Wandel sind. So lädt das Buch dazu ein, nicht nur in die eigene Vergangenheit einzutauchen, sondern auch darüber nachzudenken, welche Dinge unser heutiges Leben einmal erzählen werden.
Der Autor
Torsten Harmsen, Jahrgang 1961, ist ein Berliner Autor und Kolumnist, der seine Beobachtungen des Alltags mit trockenem Humor und feiner Ironie verbindet. Er lernte Schriftsetzer, studierte Journalismus und arbeitet seit 1988 als Redakteur bei der Berliner Zeitung, wo er regelmäßig mit seinen Glossen und Kolumnen das Leben in der Hauptstadt kommentiert.
Harmsen hat mehrere Bücher veröffentlicht, darunter Neulich in Berlin, Der Mond ist ein Berliner und Berlin brummt, eine Sammlung pointierter Geschichten aus dem Berliner Alltag. Seine Texte zeichnen sich durch warmherzige Skepsis gegenüber den Marotten der Stadtbewohner und eine genaue Beobachtungsgabe aus, die Alltagsszenen zu kleinen literarischen Miniaturen macht.
Er trat mit Berlin brummt bereits bei OrankeBuch (zu Gast in der Galerie 100) auf, wo er sein Publikum mit Anekdoten und scharfsinnigen Alltagsbetrachtungen unterhielt.
OrankeBuch live: Aron Boks - Starkstromzeit

Der Autor, Journalist und Slam Poet Aron Boks kommt am 08. Mai 2026 zu OrankeBuch und stellt sein aktuelles Buch “Starkstromzeit. Vom Leben in einem Staat, den es nicht mehr gibt” vor. Boks begibt sich mit uns auf dem Weg in eine vergangene Zeit und berichtet aus der eigenen Familiengeschichte und anhand besonderer Gegenstände über die DDR.
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Der Autor
Aron Boks wurde 1997 in Wernigerode geboren und lebt als Autor, Slam Poet und Moderator in Berlin, Neukölln. Zusammen mit Jonathan Schmitz bildet er die Spoken Word Band »Das Zappelnde Tanzorchester«.
📻 Rezension: Aron Boks "Starkstromzeit" | MDR.DE
📼 Video: Aron Boks bei der Poetry Slam Meisterschaft 2017 (Achtung: Das ist 8 Jahre her!)
Im Jahr 2016 begann Aron Boks ein Studium der Germanistik, Geschichtswissenschaft und später der Publizistik an der Freien Universität Berlin. Seine Bühnenkarriere nahm im selben Jahr ihren Anfang, als er im Poetry Slam sowohl die Landesmeisterschaft in der U20-Kategorie als auch die Stadtmeisterschaft von Magdeburg gewann.
Nach Tätigkeiten im Rahmen redaktioneller Workshops und bei der taz am Wochenende veröffentlichte Boks im April 2018 seine erste Erzählung. 2018 erschien auch sein autobiografisches Werk „Luft nach unten“, das sich mit dem Thema Magersucht, insbesondere bei Männern, auseinandersetzt. Dafür erhielt er ein Jahr später den Klopstock-Förderpreis für Neue Literatur.
Seit 2021 schreibt er vor allem für die taz und die taz.FUTURZWEI-Kolumne »Stimme meiner Generation«.
2023 erschien sein Buch „Nackt in die DDR“ über die Spurensuche nach seinem Urgroßonkel Willi Sitte.
2025 erschien „Starkstromzeit“ über die Suche nach den Spuren des Lampendesigns seiner Großeltern und den Spuren der DDR in seinem Aufwachsen.
Das Buch
Was bleibt, wenn das Licht der Zukunft erlischt? Eine ungewöhnliche DDR-Geschichte über Konsum und Design
In einer alten DDR-Zeitschrift entdeckt Aron Boks eine Lampe - entworfen von seinem Großvater. Mit einem eigenen Leuchten- und Dekorationsbetrieb gehörten seine Großeltern zu den wenigen Selbständigen in der DDR. Für den privaten Verkauf entwarfen sie Lampen mit Stoffschirmen, Troddeln und Bommeln. Gleichzeitig erhielten sie staatliche Aufträge für Hotels und Ferienheime, in denen mit ihren futuristisch anmutenden Glasmodulen der Sozialismus erstrahlte.
Nach der Wende verschwinden die Leuchten - und mit ihnen die Geschichte dahinter. Aron Boks begibt sich auf Spurensuche und erzählt dabei eine persönliche, ungewöhnliche Geschichte der DDR. Es geht um Konsum und Design, Erinnern und die Frage, wie Gegenstände weiterleuchten, lange nachdem das System, das sie hervorgebracht hat, untergegangen ist.


