OrankeBuch live: Christina Schmidt - Das Haus der Dreiseitels

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Datum:Freitag, 3. Juli 2026Uhrzeit:19:00 UhrAdresse:
OrankeBuch Konrad-Wolf-Str. 29 13055 Berlin
Eintritt:10,00 EUR p.P.Gast:Christina Schmidt

Am 03.07.2026 stellt Christina Schmidt ihr Buch "Das Haus der Dreiseitels. Eine galizische Familiengeschichte" bei einer Lesung bei OrankeBuch vor. Das Buch erzählt die bewegte Geschichte der Familie Dreiseitel von ihrer Auswanderung nach Ostgalizien bis zu Flucht. Eine Geschichte von Verlust und Neubeginn im 20. Jahrhundert. Die Autorin, die als Dramaturgin, Dokumentaristin und Schriftstellerin zwischen Berlin und Bologna lebt, gibt dabei Einblicke in ihre Recherche und ihre persönliche Spurensuche.

 

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Das Buch

 

Das Buch zeichnet die Geschichte der Familie Dreiseitel nach, die um 1800 aus Mähren nach Ostgalizien übersiedelte, dort eine Brauerei aufbaute und über Generationen Teil der deutschen Minderheit blieb, bis Umsiedlung und Vertreibung 1939 alles veränderten. Auf Basis von Gesprächen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, historischen Dokumenten und Archivmaterial rekonstruiert die Autorin das Leben mehrerer Generationen: von den frühen Jahren in Galizien über Flucht und Neubeginn in der DDR bis zu den Spuren, die diese Erfahrungen in der zweiten und dritten Generation hinterlassen haben.

 

So entsteht ein vielschichtiges Panorama europäischer Geschichte im 20. Jahrhundert – geprägt von Migration, Verlust, Aufbruch und den fortwirkenden Folgen transgenerationaler Traumata. Zugleich erzählt das Buch von einer persönlichen Spurensuche: dem Versuch, sich einem verschütteten Familienerbe, dem Schweigen und den Brüchen einer exemplarischen Biografie anzunähern. Ein eindringliches Werk über Erinnerung, Identität und die langen Schatten der Vergangenheit – für alle, die sich für Osteuropa, Flucht und Vertreibung, Familiengeschichte und Oral History interessieren.

 

Die Autorin

 

Christina Schmidt, 1963 in Erfurt geboren und in Strausberg bei Berlin aufgewachsen, studierte an der Filmhochschule Babelsberg und arbeitete zunächst in der Fernsehdramatik. Später war sie freiberuflich als Dramaturgin, Dokumentaristin und Kuratorin tätig. Als Autorin veröffentlichte sie unter anderem Viel zu viel verschwiegen (Hoho Verlag Berlin, 1996) sowie Al di là del Muro (CLUEB Verlag Bologna, 2009). Heute lebt und arbeitet sie in Berlin und Bologna.

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Czechia 2026 bei OrankeBuch: Alice Horáčková - Geteiltes Haus

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Datum:Freitag, 28. August 2026Uhrzeit:19:00 UhrAdresse:
OrankeBuch Konrad-Wolf-Str. 29 13055 Berlin
Eintritt:15,00 EUR p.P.Gast:Alice Horáčková

Tschechien ist Gastland der Frankfurter Buchmesse 2026. In diesem Rahmen kommt die bekannte Schriftstellerin Alice Horáčková zu uns und liest wenige Tage nach der Veröffentlichung aus ihrem neuen Roman “Geteiltes Haus”.

 

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Alice Horáčková

 

Alice Horáčková, 1980 in Prag geboren, studierte Sozialwissenschaften an der Karls-Universität. Ihr erstes Buch, “Vladimíra Čerepková” (Argo, 2014), die literarische Biografie einer vergessenen Beat-Dichterin, wurde für den Josef-Škvorecký-Preis und den Magnesia Litera 2014 für die Entdeckung des Jahres nominiert. “Geteiltes Haus” (OT: “Rozpůlený dům”) ist ihr zweites belletristisches Buch und das erste, das auf Deutsch erscheint. Horáčková lebt als freiberufliche Schriftstellerin in Prag.

 

Das Buch

 

Benetzko im Sudetenland. Hier begegnen sich Wilderer und freigeistige Frauen, Stofffabrikanten und spiritistische Damen, hier heiraten Tschechen Deutsche – nur um sich dann darüber zu streiten, welche Nationalität sie bei der Volkszählung angeben sollen, wer zuerst die neue Schule bauen wird und wer einen Hund namens Masaryk getötet hat. Inmitten geheimer Romanzen, Desertionen aus der Armee, beiläufigem Verrat und Namensänderungen kosten kleine Entscheidungen am Ende Menschenleben. Ausgehend von der Geschichte ihrer eigenen Familie – von kostbaren Erinnerungen und traurigen Memoiren, von Fotos, vergilbten Zeitungen und Archivfunden – webt die Autorin eine mitreißende Familiensaga.

 

Thomas Brussig sagt: “Dieser große Roman wirkt wie eine Fußnote zu Thoreaus berühmtem Verdikt, wonach die meisten Menschen ein Leben in stiller Verzweiflung führen. Frauen, die sich für die falschen Männer entscheiden, Männer, die in Verblendungen und Selbsttäuschungen gefangen sind. Lassen Sie sich nicht von Alice Horáčkovás nostalgiegeschwängertem Provinzcharme täuschen; ihre wuchtige Riesengebirge-Chronik ist ein Gemälde existenziellen Horrors.”

 

 

Die Veranstaltung wird vom Czechia 2026-Projekt im Rahmen des Jahrs der Tschechischen Kultur unterstützt (www.czechia2026.com). Partner sind Moravská zemská knihovna / Moravian Library und České literární centrum / Czech Literary Centre. 

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